Ausrichtung & Geschichten

la chamoise wirkt im Dienst der Renaturierung des Weiblichen – der Körper, der lebensbestimmenden Rhythmen des Zyklischen, der Verbundenheit mit den Landschaften, in die wir eingebettet sind. Zwischen Haus, umliegendem Raum, den ein- und ausgehenden Frauen, ihren Erzählungen und Handlungen spinnen sich viel(ge)schichtige Netzwerke und Kooperationen ständig neu.

Orientierung zum Pensionsbetrieb, den Werkstattarbeiten, Workshops und Begleitungen erhältst du von Sabina. So kannst du Kontakt aufnehmen.

Schöne Zahlen und andere Geschenke

Dank der Begegnung mit Nancy, kannst du dir diesen Text vorlesen lassen. Es gibt zwar solche, die ich mehr mag als andere, aber grundsätzlich mag ich Zahlen nicht besonders. Ich mag Buchstaben. So die Hierarchie meiner Vorlieben bis vor kurzem. Weil diese Geschichte aber wie jede andere in der Vergangenheit beginnt, müsste hier eigentlich stehen:…

weiterlesen

Im Kreis

Jedes Mal wenn ich hier bin, drehe ich mich im Kreis. Ich finde weder rein, noch raus. Verliere die Orientierung. Meine Freundin auf dem Beifahrersitz schaut ratlos aufs Navi. Kann es sein, dass uns diese an einem verlassenen Acker entlang führende Strasse tatsächlich dorthin bringt, wo wir wollen? Es erscheint uns höchst unwahrscheinlich. Und genau…

weiterlesen

Auf den Spuren des Vogellisi

«(…) So stelle ich mir das Vogellisi vor: Weder Hexe noch Heilige, sondern eigenständige Frau mit Lebenserfahrung, Heilwissen und besonders guten Verbindungen zu den Vögeln. Hat es nur eine weise, naturverbundene Frau gegeben in diesem Tal? Ich glaube nicht.» Lies den ganzen Beitrag von Sylvia Thoma im Magazin der Natur-Dialog Bewegung.

weiterlesen

Flechtwerk

Menschen um mich herum fahren nach Südfrankreich, nach Sardinien, ins Piemont. Ich fahre heute in den Ballenberg und der Weg dorthin fühlt sich ein wenig so an wie eine Fernreise: Für die knapp 60 Kilometer Luftlinie bin ich drei Stunden unterwegs und steige vier Mal um: In Frutigen. In Spiez. In Interlaken. Und in Brienz.…

weiterlesen

Mit dem Nebel gehen

Nebelschwaden begleiten mich, und ich bin dankbar dafür, dass sie da sind. Mich schauderts davor, herunter zu blicken. Bin ich schwindelfrei? Das Gelände ist steil, und in meinem Körper breitet sich die Ahnung aus, dass es schwierig sein könnte, hier abzusteigen. Der Nebel mutet mir ein Sichtfenster zu, das ich gut aushalte. Alles andere bleibt…

weiterlesen

Vom Werden und Vergehen… und Werden

Wir freuen uns sehr, dass wir für unser 3-tägiges Begleitungsformat vom Werden und Vergehen Susanne Looosli Müller als Co-Gastgeberin gewinnen konnten. Susanne wirkt als Bestatterin und Trauerbegleiterin und gestaltet Abschiede umsichtig, schlicht, behutsam. Hier teilt sie ihre Gedanken zum Format und wirft Fragen auf, denen wir gemeinsam nachspüren werden: «Unser ganzes Dasein ist geprägt von…

weiterlesen

Angst*

Sich in einem Kreis von Frauen zusammenzufinden und gemeinsam eine Zeit lang Feuer zu hüten, knüpft an eine urmenschliche Tradition an. Sie öffnet einen Raum für das, was in dem Moment bewegt, erzählt, geteilt, verwandelt, erinnert und auch bewahrt, gepflegt und weitergegeben werden will.1 Geschichten verweben sich zu einem verbindenden Erzählgeflecht, das sich über Raum und…

weiterlesen

Aufblühen

Es gibt Bäume, die ich besonders mag. Zum Beispiel alte Wettertannen. Manche von ihnen haben Äste, die bis zum Boden reichen. Wenn man von einer solch alten Tanne eingeladen wird, sich hinter ihren Ästen gemütlich am Stamm anzulehnen, wird man für die Aussenwelt unsichtbar. Gleichzeitig sieht man von drinnen alles. Im Frühling ist die beste…

weiterlesen

Geschichten ernähen

Heute habe ich es eilig nach Hause zu kommen weil ich weiss, dass dort etwas Besonderes auf mich wartet. Im Briefkasten. «Es bedeutet ihr sehr viel», hatte meine Freundin am Telefon zu mir gesagt und das gemeint, was sie mir hinterlegt hat. Ich beschleunige meine Schritte und versuche das Kopfkino zu zügeln, das in eine…

weiterlesen

Von oben

Der Gedanke in den Bergen eine Pension für Frauen zu eröffnen kam von oben. Dabei ist mir wichtig zu erwähnen, dass ich weder an Gott glaube noch daran, dass man beim Universum irgendetwas bestellen kann. Die Richtung aber war klar: Der Gedanke flog mir zu, von oben – aus der Luft, habe ich damals gedacht.…

weiterlesen

Hautsachen

Wie riecht die Haut eines Tieres? Eines Tieres, das nicht mehr darin wohnt? Und, wie lange kann man diese Haut aufbewahren, bevor sie gegerbt werden muss? Noch nie haben sich mir ähnliche Fragen gestellt wie in diesen Herbsttagen. Aber jetzt beschäftigen sie mich. Sehr sogar. Die Werkzeuge, die sonst gut zur Recherche taugen, geben nun…

weiterlesen

Handwerk – Denkwerk*

Seit ein paar Jahren bewegt mich das Handwerk. Nach einer längeren Lebensphase, die von Denkarbeit geprägt war, wollten meine Hände plötzlich Gärtnern, Stricken, Nähen. Sie suchten die Nähe zur Erde, zu Geweben und Texturen und fühlten sich auf der glatten Oberfläche der Tatstatur zunehmend fremd. Während ich erstaunt und neugierig meinen Händen zu folgen begann,…

weiterlesen

Alchemie der Begegnungen*

Ich ziehe gerne herum. Dabei sammle ich, was mir begegnet: Eindrücke, Geschichten, Ideen, Kräuter, Harze. Aus diesen Ingredienzen mische ich in diesen Tagen Salben und Balsame. Es ist schwierig, zu erinnern, wann und wie eine Mischung ihren Anfang nimmt. Alles ist verwoben und jedem Anfang ging schon ein anderer voraus. Die Salbe, die ich gerade…

weiterlesen